Eigentlich sollte ich als vorbildliche Studentin seit drei Stunden im Bett liegen und von guten Noten träumen. Als Studentin, die auch arbeitet, bin ich aber erst gerade nach Hause gekommen.
Und eine vorbildliche Studentin kann ich mich kaum schimpfen.
Besonders nicht mehr seit ich arbeite und es mir fast mehr Spass macht Leuten den Teller vor die Nase zu stellen, wie Medienlinguistik, Journalistik etc. zu büffeln. Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Die Arbeit bereitet mir Spass, weil die Leute, mit denen ich arbeite, schlicht genial sind. Und wer schnuppert nicht schon gerne ein wenig Zirkusluft, auch wenn nur als Serviertochter. Ausserdem bin ich einfach nicht der Typ Mensch, der nichts lieber tut, als sich hinter seinen Büchern zu vergraben und in theoretische Sphären abzuheben. Mir gefällt das praktische, handfeste, das Alpha und Omega kennt. Lernen dagegen ist einfach nie beendet. Immer denkt man: man könnte ja noch, man sollte ja noch, eigentlich vielleicht schon, aber...
Ausgelernt hat man schliesslich nie.