Dienstag, 11. März 2008

Projekt 52 - Mein Schulweg

Jeden Tag von neuem fahre ich diesen Weg. Seit einem halben Jahr. Er war noch kein mal derselbe. An einem Tag scheint die Sonne, am nächsten prasselt Regen auf meine Arme. Manchmal schiebt mich der Wind, unterstütz mich in meinem Vorhaben und manchmal kämpft er gegen mich und ich gegen ihn. Im Herbst war es warm, dann wurde es kalt, darauf eisig und jetzt langsam Tag für Tag wieder wärmer.
Es gab Male, als ich den Weg bestritt, aber die Landschaft, an der ich vorbei fuhr, nicht wahrnahm. Ich war ganz in mich gekehrt, einzig meine Gedanken regierten meine Welt. Eindrücke hatten keinen Platz in mir. Sie prallten an mir ab, wie Wasser auf Entenfedern.
Es gab auch Male, da vielen mir Details, die ich noch nie gesehen hatte, auf. Meine Augen weit geöffnet, sog ich alles in mich ein. Die Blume, die auf einmal blüte, das Eis, das vor einigen Wochen am Morgen noch auf dem Wasser lag, war verschwunden, der Baum, der auf einmal mit kleinen grünen Blättchen geschmückt war.
Wie gesagt, der Weg war noch kein mal derselbe.

Das Thema dieser Woche: mein Arbeits-/Schulweg. Ich fahre jeden Morgen einem kleinen Flüsschen entlang zur Schule. Die ersten Kugeln habe ich vor einer Woche bemerkt. Als ich sie heute wieder sah, waren es auf einmal mehr geworden. Sie hängen einfach dort, ohne Grund, ohne Motiv. Aber sie bringen mich zum lächeln.


2 Kommentare:

netti hat gesagt…

das Bild gefällt mir richtig gut *smile* hast du das rot im Vordergrund noch nachträglich rein gemacht? Liebe Grüße Netti

Lia hat gesagt…

Nein, es ist ein Reflex der von der Sonne entstanden ist. Mir wär's lieber wenn er nicht dort wär. Aber naja...