Mittwoch, 30. Juni 2010

Lebenszeichen aus dem Kerker der Intelektuellen

Urteilend nach meinen Einträgen im letzten Monat könnte man meinen ich sei gestorben. Weit gefehlt; ich war und bin nur eingesperrt. Vor einigen Wochen schrieb ich Prüfungen und gab einige Semesterarbeiten ab. Beides bedeutete, Stunden hinter Bücher, dem Computer und in der Gesellschaft von Buchstaben zu verbringen, die mir alle tot erschienen. Selbst wenn die alltäglichen Buchstaben, die ich für meinen Blog gebrauche lebendiger sind, hatte ich keine Lust mich mit ihnen abzugeben. Meine freien Stunden verbrachte ich in einem Vakum der Sprache. Diese Etappe liegt jetzt hinter mir und wie es aussieht, sollte ich auch in diesem letzten Semester alles bestehen, einiges gut und weniges weniger gut.
Eingesperrt bin ich trotzdem noch. Ich verbringe meine Tage im Kerker der Intelektuellen - auch bekannt als Bibliothek. Da nun die Semester gebunden Arbeiten abgeschlossen sind, ist die Zeit gekommen mich mit meiner Bachelorarbeit zu beschäftigen. Ich vermute sie wird mich noch einige Tage und Wochen in Anspruch nehmen und in der Zeit wird an diesem digitale Ort wohl die Tugend des Schweigens weiterhin zelebriert. Vielleicht wenn es die Zeit und meine Lust erlaubt, wird sie ab und zu durch einige Bilder durchbrochen. Aber versprechen kann ich wenig, die Kerkerwärter sind unbarmherzig.