Donnerstag, 12. August 2010

Folter-Schuhe und warum ich sie trotzdem trage


Ich halte mich in vielen Belangen nicht für das Klischee einer Frau. Ich brauche keinen Mann, um eine Lampe zu montieren, Löcher in die Wand zu bohren, Stadtkarten kann ich alleine problemlos lesen und finde mein Ziel ohne Umwege, selbst logisch zu denken, gelingt mir regelmässig. Aber wenns um Schuhe geht; da versagt jede Logik und ich bin nur noch Klischee-Frau. Ich kann schon lange nicht mehr an einer Hand abzählen, wie oft ich nach einer durchgefeierten Nacht barfuss nach Hause lief; im Sommer, wie auch im Winter. Der Grund ist immer derselbe, meine Füsse schmerzen in den hochhackigen Schuhen so sehr, dass ich den rauen und kalten Asphalt ihnen vorziehe. Man könnte meinen, dass frau nach einer solcher Erfahrung lernt. Weit gefehlt. Ich nehme glühende Sohlen und Blasen auf den Zehen in Kauf. Wieso, weiss ich nicht. Aber wenn ich schöne Schuhe sehe, denke ich niemals an den Tragekomfort. Dieser Gedanke hat erst dann Platz in meinem Kopf, wenn ich sie das erste Mal anziehe und feststellen, dass sie drücken. Beim ersten mal rationalisiert frau den Schmerz weg. Sie müssen nur eingelaufen werden, dann sind sie bestimmt auf wundersameweise bequem. Meistens funktioniert das mit dem Einlaufen nicht. Egal wie oft man sie trägt, die schönsten hochhackige Schuhe bleiben umbequem. Man könnte an dieser Stelle mit irgendeinem unterbewussten Sado-Maso-Komplex argumentieren. Aber ich glaube die Erklärung für das Dilemma von Frauen und unbequemen Schuhen ist viel einfacher. Frauen und ich lieben schöne Schuhe, schöne Schuhe sind unbequem, ergo nimmt frau für die schönen Schuhe in Kauf, dass sie sie auf dem Nachhauseweg auszieht. So einfach ist das.

2 Kommentare:

Herr Olsen hat gesagt…

Und wir Jungs stehen drauf. Aber das ist natürlich nicht der Grund... (-:

lia hat gesagt…

Dann könnten ja alle Frauen mit Partner darauf verzichten. Ist aber nicht der Fall.